Jugendsozialarbeit an der Max-Fellermeier-Grund- und Mittelschule Neuötting
Seit November 2008 gibt es an der Max-Fellermeier-Schule Neuötting eine
Halbtagsstelle für die Jugendsozialarbeit. Ziel ist die berufliche und soziale Integration
der Schülerinnen und Schüler.
Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS)
ZIELE von Jugendsozialarbeit
Jugendsozialarbeit an Schulen ist ein sozialpädagogisches Arbeitsfeld an der
Schnittstelle zwischen Schule und Jugendhilfe.
Rechtliche Grundlage ist § 13 Abs. 1 Achtes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VIII).
§ 13 Jugendsozialarbeit
(1) Jungen Menschen, die zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind, sollen im Rahmen der Jugendhilfe sozialpädagogische Hilfen angeboten werden, die ihre schulische und berufliche Ausbildung, Eingliederung in die Arbeitswelt und ihre soziale Integration fördern.
(http://bundesrecht.juris.de/sgb_8/__13.html)
Die Schule ist ein geeigneter Ort, an dem die Jugendhilfe mit ihrem Leistungsspektrum
frühzeitig und nachhaltig auf junge Menschen einwirken und auch Eltern rechtzeitig erreichen kann.
Jugendsozialarbeit soll Schülerinnen und Schülern mit sozialen und erzieherischen Problemen im Rahmen
der Jugendhilfe sozialpädagogische Unterstützung anbieten, um deren Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen
und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit und ihre schulische Ausbildung und soziale Integration zu fördern.
Neben der schulischen Situation sind im Besonderen die Familie und das soziale Umfeld der Schüler/-innen einzubeziehen.
Aufgaben der Jugendsozialarbeit
- Förderung von alltagspraktischen Lebenskompetenzen,
- Förderung von Selbstständigkeit und Selbst- und Mitverantwortung,
- Förderung sozialer Kompetenzen und Akzeptanz von Normen und Vereinbarungen,
- Unterstützung in Problem- und Krisensituationen,
- Erkennen und Vorbeugen bei akuten Gefährdungen,
- Unterstützung der Eltern bei der Wahrnehmung des Erziehungsauftrages,
- Unterstützung der Lehrkräfte bei der Wahrnehmung des Erziehungsauftrages,
- Kooperation und Vernetzung mit außerschulischen Angeboten der Jugendhilfe sowie sonstiger außerschulischer Angebote,
- Initiierung von bedarfsgerechten Angeboten in und außerhalb der Schule,
- Unterstützung bei der Bewältigung schulischer Anforderungen.
Jugendsozialarbeit an der Max-Fellermeier-Grund- und Mittelschule
in Form von
Präventiven Maßnahmen
- Soziales Lernen in der 5. bis 7. Jahrgangsstufe mit dem Ziel neue Verhaltensweisen einzuüben, soziale Kernkompetenzen zu erwerben und neue Problemlösungsstrategien zu entwickeln;
- Zusammenarbeit mit Schulleitung und Lehrkräften zur Förderung, Stabilisierung und sozialen Integration von jungen Menschen;
- Zusammenarbeit mit Eltern und sonstigen Erziehungsberechtigten (z.B. Hausbesuche, Einzelgespräche);
- Streitschlichterausbildung in der 6. und 7. Jahrgangsstufe und Betreuung der aktiven Streitschlichtergruppe;
- Projektarbeit mit Lehrkräften und Schülern (z.B. Sucht- und Gewaltprävention);
- Schülerfirma „Felleria“;
- Maßnahmen der Berufsorientierung und -findung in der 9. Jahrgangsstufe, Unterstützung im Übergang Schule-Beruf;
- Planung und Durchführung von SMV-Seminaren und -sitzungen, SMV-Betreuung;
- Kooperation und Zusammenarbeit mit außerschulischen Einrichtungen (örtliche Jugendarbeit (ANJAR), Arbeitsagentur, Jugendamt, Beratungsstellen, SPZ etc.)
- Fallarbeit im Rahmen der kollegialen Beratung;
- Teilnahme an Lehrerkonferenzen (z.B. Vorstellung von Themen der Jugendsozialarbeit);
- Teilnahme an Arbeitskreisen zu besonderen Themen;
- Enge Zusammenarbeit mit der Offenen Ganztagesbetreuung der Schule
- Hilfe und Beratung für Schüler/-innen in einer akuten Krisensituation;
- Unterstützung bei der Bewältigung von Konflikten in der Schule (Lehrkräfte, Schüler/innen), zu Hause (mit Eltern, Geschwistern) und im sozialen Umfeld;
- enge Zusammenarbeit mit den beteiligten Institutionen und Fachstellen um die passende, schnelle und effektive Hilfe leisten zu können.

Angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung sowie erhöhten Anforderungen des Ausbildungsmarktes ist es notwendig, Jugendlichen zusätzliche Unterstützung im Übergang von der Schule in den Beruf anzubieten. Darüber hinaus haben sich die Lebenswelten von Jugendlichen verändert. Viele der Schülerinnen und Schüler sind von Orientierungslosigkeit, geringem Selbstwertgefühl, niedriger Motivation und Konzentrationsfähigkeit sowie familiären Problemlagen betroffen.
Leistungen der Jugendsozialarbeit
- Maßnahmen der Berufsorientierung und -findung;
- eine enge Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit;
- Einzelberatung;
- Training von Schlüsselqualifikationen der Jugendlichen durch soziale Gruppenarbeit;
- Unterstützung der Schülerinnen und Schüler beim Schreiben und Zusammenstellen ihrer Bewerbungsunterlagen im Rahmen der Einzelfallhilfe;
- regelmäßige Besuche im BIZ;
- Koordination des Patenprojekts zur gezielten individuellen Unterstützung von Schülerinnen und Schülern der Abschlussklassen
