Partnerschule
Wie die "Schwarze Madonna" von Altötting nach Böhmen kam
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In den Jahren nach dem schrecklichen 30jährigen Krieg unternahm eine böhmische Gräfin aus Kamenice nach Lipou (ca. 90 km südöstlich von Prag) eine Dankwallfahrt zur Schwarzen Madonna von Altötting. Wenige Jahre später, im Jahre 1662, wurde sie nahe ihrer Heimatstadt von einem äußerst heftigen Unwetter überrascht, und in ihrer größten Angst gelobte sie, an dieser Stelle eine Kirche zu Ehren der Madonna von Altötting zu errichten. Sie hielt ihr Gelöbnis treulich ein und ließ eine stattliche Kirche errichten. Bald entwickelte sich hier ein Dorf, das nach der Herkunft der Kirchenheiligen Nový Etynk, also Neu Ötting, genannt wurde. Erst nach dem 2. Weltkrieg verschwand dieser Name, da Nový Etynk in das benachbarte Nová Vcelnice eingemeindet wurde. Im Jahre 1991 dann, kurz nach der "Wende" im Ostblock, wurde durch Zufall in Neuötting bekannt, dass es in Böhmen den Ortsteilnamen Nový Etynk gibt. Kurz entschlossen wurden Verbindungen zwischen Neuötting und Nová Vcelnice geknüpft und am 13. Oktober 1991 wurde ganz offiziell die Städtepartnerschaft geschlossen. Zuerst auf der Ebene der örtlichen Schulen, bald auch zwischen den verschiedenen Vereinen kam es zu einem regen und dauerhaften gegenseitigen Austausch zwischen beiden Städten. Erleichtert wird dieser Austausch dadurch, dass die Jugendlichen in Nová Vcelnice als zweite Fremdsprache fast ausschließlich Deutsch wählen. |
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